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Die Pyramide von Radjedef steht heute nahe der Ortschaft Abu Roasch ca. 8 km nördlich von Gizeh (Kairo).

f Radjedef-Pyramide

Die Pyramide von König Radjedef steht heute nahe der Ortschaft Abu Roasch ca. 8 km nördlich von Gizeh (Kairo).

Umfangreiches Bildmaterial finden Sie im Menü Bilder/Radjedef-Pyramide.

[h2ffl=]Verlauf des Grabräubertunnels[=h2ffl]

Der Tunnel beginnt im Bereich des horizontalen Ganges, verläuft durch dessen Ostwand und Fußboden, weiter entlang der Nordwand der Vorkammer (s. große Öffnung) um endlich die am tiefsten gelegene Hauptkammer zu erreichen.

Verlauf des Grabräubertunnels in der Radjedef-Pyramide
Bild 15a/23

Der Verlauf zeigt m. E. viererlei:

  • Zu Beginn des Tunnels (im Bereich des horizontalen Ganges) befand sich zu dessen Blockierung ein Fallgatter aus Granit (sonst würde der Tunnel nicht in der östlichen Gangwand beginnen und unter dessen Fußboden diesen gewundenen Verlauf nehmen).
  • Das heutige Bodenniveau der Haupt- bzw. Grabkammer war auch das originale Niveau (sonst würde der Tunnel im Kernmauerwerk enden und nicht in der Kammer, vgl. Bild 15a/25).
  • Die Bodenniveaus von horizontalem Gang, Vorkammer und Hauptkammer waren nicht gleich. Der Tunnel verlief quasi über 3 Etagen! (sonst würde der Tunnel zwischen Beginn und Ende nicht diesen Höhenunterschied überwinden)
  • Die Mineure müssen genau gewusst haben, welche Richtung sie beim Graben einschlagen müssen. (das konnten sie entweder, weil sie zum damaligen Bau-Team gehörten bzw. Kenntnis darüber hatten = antike Grabräuber oder ein offenes Kammersystem in der T-förmigen Ausschachtung vorfanden = moderne Grabräuber)

Ende des Grabräubertunnels
Bild 15a/25

Hier finden Sie weitere Bilder zum Grabräubertunnel innerhalb der Radjedef-Pyramide bei Abu Roasch.

Historisches

PDF mit Kartenmaterial aus der Expedition von Carl Richard Lepsius, 1842-1845 (Pyramide Lepsius I, II, III).

PDF mit Originalzeichnung/en aus der Expedition von Carl Richard Lepsius, 1842-1845 (Ost- und Westseite der Radjedef-Pyramide bei Abu Roasch).

Lepsius-Karte von Abu Roasch, Auzug mit Radjedef-Pyramide
Lepsius-Karte von Abu Roasch, Auzug mit Radjedef-Pyramide

Ostseite der Radjedef-Pyramide
Ostseite der Radjedef-Pyramide

Westseite der Radjedef-Pyramide
Westseite der Radjedef-Pyramide

Infos

  • v. Chr. = Zeit vor Christus (Jahr 0 bzw. angenommenes Geburtsjahr Christi)
  • = Grad (Winkel, Bogengrad)
  • ' = Minuten (Winkel, Bogenminuten)
  • '' = Sekunden (Winkel, Bogensekunden)
  • N = Norden
  • S = Süden
  • Pyramide = geometrische Form mit quadratischer Grundfläche
  • Stufenpyramide = mehrere übereinandergesetzte Quader, wovon jeder einen trapezförmigen Querschnitt und eine immer kleiner werdende quadratische Grundfläche besitzt
  • Mastaba = arabisch Steinbank, Quader mit trapezförmigem Querschnitt und einer rechteckigen Grundfläche
  • Stufenmastaba = mehrere übereinandergesetzte Quader (Mastaben), wovon jeder einen trapezförmigen Querschnitt und eine immer kleiner werdende rechteckige Grundfläche besitzt

Bauauftraggeber/in:
König Djedefre
Regierungszeit:
2580 – 2570 v. Chr.
Zeitliche Epoche:
4. Dynastie (2670 – 2500 v. Chr.)
Standort:
Abu Roasch
Wahrscheinlicher Baubeginn:
2580 v. Chr. (1. Regierungsjahr?)
Name Komplex:
unbekannt
Name Pyramide:
Sternenhimmel (Sternenzelt) des Djedefre
Name Kult-/Totentempel:
unbekannt
Heutige Gestalt:
Pyramidenstumpf
Ursprüngliche Gesamthöhe:
ca. 67 m
Heutige Gesamthöhe:
11,40 m
Wandneigungswinkel:
51° 57'
Basismaß:
106 x 106 m
Volumen:
131.043 m³
Kult-/Satellitenpyramide:
1 geometrische Pyramide vor der Südwestecke der Hauptpyramide:

Heutige Gestalt: nur noch Gesteinsreste erkennbar
Höhe: ?
Wandneigungswinkel: 60° ?
Basis: 60 x 60 m
Nebenpyramide(n):
keine
Aufweglänge:
ca. 1.500 m

Bibliografie

Fachliteratur

Die ägyptischen Pyramiden

Philipp von Zabern, Mainz
Prof. Dr. Rainer Stadelmann
erschienen: 1991, 2. Auflage
ISBN: 3-8053-1142-7

ab S.126

Die großen Pyramiden von Giza

ADEVA, Graz
Prof. Dr. Rainer Stadelmann
erschienen: 1990, 1. Auflage
ISBN: 3-201-01480-X

ab S.174

Die Pyramiden

Rowohlt, Reinbek bei Hamburg
Prof. Miroslav Verner
erschienen: 1998, 1. Auflage
ISBN: 3-498-07062-2

ab S. 247

Das erste Weltwunder

ECON, Düsseldorf-München
Prof. Mark Lehner
erschienen: 1997, 1. Auflage
ISBN: 3-430-15963-6

ab S.120

Die ägyptischen Pyramiden

DuMont Taschenbücher, Köln
Karlheinz Schüssler
erschienen: 1992, 5. Auflage
ISBN: 3-7701-1409-4

ab S. 205

Handbuch der ägyptischen Königsnamen

Philipp von Zabern, Mainz
Jürgen von Beckerath
erschienen: 1999, 2. Auflage
ISBN: 3-8053-2310-7

S. 52 und 53

Das Geheimnis der Pyramiden

Verlag Arthur Moewig GmbH, Rastatt
Jean-Philippe Lauer
erschienen: 1988, 1. Auflage
ISBN: 3-8118-3387-1

mehrere Buchpassagen

Lexika, Sammel- und Bildbände

Lexikon der Pharaonen

Artemis & Winkler, Zürich
Thomas Schneider
erschienen: 1994, 1. Auflage
ISBN: 3-7608-1102-7

ab S.112

Lexikon der ägyptischen Baukunst

Artemis & Winkler, Zürich
Prof. Dr. Dieter Arnold
erschienen: 1994, 1. Auflage
ISBN: 3-7608-1099-3

ab S. 67

Hildesheimer Ägyptologische Beiträge Bd. 37 / Ägyptische Tempel - Struktur und Programm

Gerstenberg Verlag, Hildesheim
Rolf Gundlach, Matthias Rochholz
erschienen: 1994, 1. Auflage
ISBN: 3-8067-8131-1

S. 147

Ausstellungskataloge

Ägyptische Pyramiden, Band 1

Selbstverlag
Verein Hobby-Ägyptologen
erschienen: 1994, 1. Auflage
ISBN: keine

ab S. 99

Ägyptische Pyramiden, Band 2

Selbstverlag
Verein Hobby-Ägyptologen
erschienen: 1997, 1. Auflage
ISBN: keine

ab S.108

Populärwissenschaftliche Literatur

Das Geheimnis des Orion

List Verlag, München Leipzig
Robert Bauval, Adrian Gilbert
erschienen: 1995, 4. Auflage
ISBN: 3-471-77183-2

ab S. 145

Reiseführer

Ägyptische Pyramiden, Archäologischer Reiseführer

Verlag Karl Müller GmbH, Köln
Alberto Siliotti
erschienen: 2004, 1. Auflage
ISBN: 3-89893-361-2

ab S. 92

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