LEXIKON DER äGYPTOLOGIEäGYPTOLOGIE - SOHN DES RE | | Bildbeispiel |
| | Datensatz | | | | | Die Weltvorstellung der Ägypter der Frühzeit wurden von einem Dualismus beherrscht, nach dem alles in der Natur geordnet war. Auch die Götterwelt unterlag dieser Ordnung. Zu den in der Frühzeit gebildeten Götterpaaren gehören auch die geiergestaltige Herrin von Elkab in Oberägypten - Nechbet ("die von Elkab!") - und die Schlangengöttin Uto ("Grünfarbige" - Kobra) aus Buto im Nildelta. Als Paar werden die Göttinnen als >>die Beiden Herrinnen<< (Nebti) bezeichnet. Man schrieb diesen Namen, indem man die Götterbildnisse, Geier und Kobra, auf je einen Korb setzte, der das Schriftzeichen für nb (Herr) bzw. nb.t (Herrin) war. Das Erste Mal tauchte dieser Name bei König Aha (Menes) auf. Es wird vermutet, dass Nebti im Alten Reich nur in Verbindung mit dem >>Thronname<< ein Namenselement war, später jedoch ein eigenständiger Titel wurde. | | | | Bildquelle | © J.v.Beckerath, Handbuch d. ägypt. Königsnamen, S.13 |
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| | Datensatz | | | | | Der Titel >>Sohn des Sonnengottes (Re bzw. Ra)<<; wird im altägyptischen durch eine Ente "sa"; und durch eine Sonnenscheibe "Ra" dargestellt. Den ersten Beleg für die Bezeichnung >>Sohn des Re<< bilden Fragmente aus dem Totentempel von König Djedefre bei Abu Roasch. Im Alten Reich handelte es sich vorerst um einen Beinamen zu dem Eigennamen des jeweiligen (ungekrönten!) Königs. Den Eigennamen des (ungekrönten!) Königs trug er von Geburt an und seine Eltern waren für die Auswahl verantwortlich. Zu dieser Zeit stand >>Sohn des Re<< noch hinter dem >>Königsring<< (Kartusche). Später im Mittleren Reich jedoch, wird >>Sohn des Re<< zu einem ständigen königlichen Titel und steht vor dem Königsring (Kartusche). | | | | Bildquelle | © J.v.Beckerath, Handbuch d. ägypt. Königsnamen, S.25 |
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| | Datensatz | | | | | Der Königs- oder Namensring, auch Kartusche genannt, umgibt seit dem frühen Alten Reich den Eigennamen und später auch den Thronnamen eines Königs. Er besteht aus einem kunstvoll geknoteten, doppelt gelegten Strick bzw. Tau und heißt im altägyptischen "schen", abgeleitet von dem Verbum "snj" "umkreisen", "umgeben". Seine kreisrunde Form behält er in Darstellungen, bei denen er z.B. in den Fängen eines Horusfalken oder der Geiergöttin Nechbet gehalten wird und dabei ohne Inschriften bleibt. Eine ovale Form erhielt der Schen-Ring immer dann, wenn mehrere Hieroglyphen den königlichen Eigen- oder Thronnamen darin wiedergaben. Der Erste der seinen Eigennamen in den Schen-Ring einsetzte war König Snofru. Der Königsring stand in der Königstitulatur noch hinter dem >>Gold-Titel<<. Seit der 6. Dynastie schrieb man den Thron- und Eigenname in jeweils eigene Kartuschen. | | | | Bildquelle | © J.v.Beckerath, Handbuch der ägypt. Königsnamen, S.27 |
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Lexikoneinträg 4 bis 6 von 6
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| letztes Update: 22. Mai 2012 |
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