LEXIKON DER äGYPTOLOGIE

äGYPTOLOGIE - SOHN DES RE

Bilddatei: bjti_name_1.gif
Bildbeispiel
Datensatz
52 Druckausgabe (Popup)
Lexikon-
eintrag
Der Nachfolger Wadji, Dewen (5. König der I. Dyn.), hat die königliche Titulatur um einen zweiten Namen erweitert. Dieser tritt nun neben den >>Horustitel<< und wird mit dem Doppeltitel eines >>König von Ober- und Unterägypten<< versehen, den von jetzt ab alle Könige tragen. Geschrieben wurde er mit dem Bild einer Pflanze (swt) und einer Biene (bjt) unter denen jeweils das Zeichen t (tj) steht. Die heutige Übersetzung >>König von Ober- und Unterägypten<< ist nicht wörtlich zu nehmen, sondern sie gibt nur den Sinn wieder. Die Lesung im Alten Reich lautete vielmehr: "der der swt-Pflanze" und "der der Biene". Die Bedeutung und Herkunft der beiden Bilder ist unbekannt, jedoch könnten es alte Häptlingsbenennungen oder Königsembleme gewesen sein. Nach dem Alten Reich wurde der Doppeltitel "nj-swt-bjt" (zur swt-Pflanze und zur Biene gehörig) gelesen.
Bildquelle© J.v.Beckerath, Handbuch d. ägypt. Königsnamen, S.13
Bilddatei: goldhorus_name_1.gif
Bildbeispiel
Datensatz
51 Druckausgabe (Popup)
Lexikon-
eintrag
Bei diesem dritten Königstitel ist die Hieroglyphe "nbw" für >>Gold<< der wichtigste Bestandteil. Oft wird dieser Titel auch als >>Goldhorusname<< bezeichnet, jedoch war in der älteren Zeit der Falke keineswegs fester Bestandteil der Schreibweise. Erst König Snofru führte einen Falken zusammen mit der Gold-Hieroglyphe in seinem Goldtitel. Unklar ist, ob der Falke überhaupt den Gott Horus darstellen oder ob man nicht eine neutrale Lesung des Falken als "bjk" bevorzugen sollte. Man könnte das Wort "nbw" von dem Verbum "nbj" (brennen, glühen, schmelzen) ableiten und damit einen solaren Bezug herstellen. So könnte man den Titel als "zum Sonnenhimmel (nbw) gehörig", "Spross des Sonnenhimmels" oder "Falke des Sonnenhimmels" deuten. Seit dem Mittlenen Reich folgt dem "Falke des Goldes" (Falken- und Gold-Hieroglyphe) ein dazugehöriger Goldname.
Bildquelle© J.v.Beckerath, Handbuch d. ägypt. Königsnamen, S.17
Bilddatei: horus_name_1.gif
Bildbeispiel
Datensatz
49 Druckausgabe (Popup)
Lexikon-
eintrag
Der Horustitel wird stets mit dem Bild des göttlichen Falken geschrieben und bedeutet: >>Horus im Palast<<. Die Heimatstadt der ersten Könige war Hierakonpolis, das dem Kult des Falkengottes geweiht war. Der Horus-Name ist der älteste Königs-Titel und seine äußere Form stand zur Zeit der ersten innschriftlich bezeugten Könige noch lange nicht fest. Erst in der Regierungszeit des Djer setzte sich dann folgende bildliche Darstellung durch: Horus steht auf einem stilisierten Palasthof, im altägypt. als Serech bezeichnet. Oben im Serech, quasi im Innenhof des Palastes, stand der Horus-Name des Königs. Als Horus-Namen wählte man anfangs die Namen gefährlicher Tiere (z. B.: Skorpion, Kobra) oder Eigenschaften der kriegerischen Herrscher (z.B.: Kämpfer, Abwehrer) aus. Unten im Serech war die Vorderfront einer nischengegliederten Palastfassade angedeutet.
Bildquelle© J.v.Beckerath, Handbuch d. ägypt. Königsnamen, S.8
Lexikoneinträg 1 bis 3 von 6
Lexikoneintragseite Erste | Zurück | Vor | Letzte
letztes Update: 05. Februar 2012 Sie sind Besucher seit 1. September 1999 © 1999 - 2012 by fröse multimedia
Tabellenbogen

ÄGYPTISCHE PYRAMIDEN

DAS DEUTSCHSPRACHIGE PYRAMIDENPORTAL

 
Home
Angebote
Bilder
Reisen
Veranstaltungen
Login
Kontakt
Impressum
Hilfe
Architekturinfos
Lexikon
Ägyptologie
Amulett (lat. Abwehrmittel)
Königs-Titulatur
Sachbegriff
Symbol
Architektur
Astronomie
Biologie
Geologie
Linkliste
Literaturtipps
Pyramiden-Forum