LEXIKON DER äGYPTOLOGIE

äGYPTISCHE ASTRONOMIE - GALAXIE

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Die Milchstraße kann man mit dem bloßen Auge im Spätsommer und den Herbstmonaten als milchig verwaschenes Band von ca. 20° Breite beobachten. Die Grichen nannten sie >>Galaxias<< (gála = Milch). In ihrer Mythologie ist es verspritzte Muttermilch der Göttin Hera. Demokrit soll 460 v.Chr. erkannt haben, dass das schwach leuchtende Band aus einer Vielzahl von Sternen bestand. Die größte Sternenkonzentration findet man am südlichen Himmel in Richtung des Zentrums der Milchstraße und des Sternbilds Schütze. In den Pyramidentexten des alten Ägypten wird die Milchstraße als der "cha-Kanal" bezeichnet. Über diesen cha-Kanal bringt ein Fährmann (>>Mond<<) den verstorbenen König in das Opfergefilde zu den "Unvergänglichen Sternen" (>>Großer Bär<<). Der König wird quasi "versternt", er wird selbst ein nie untergehender Stern, ein Gott unter Göttern.
Bildquelle© Schüler-Duden, "Die Astronomie", S.236
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