LEXIKON DER äGYPTOLOGIEäGYPTISCHE ARCHITEKTUR - ARCHITRAV | | Bildbeispiel |
| | Datensatz | | | | | Architrave sind Balkenkonstruktionen, welche Säulen- oder Pfeilerstellungen miteinander verbinden. Architrave liegen auf dem Abakus einer Säule oder auf dem oberen Ende eines Pfeilers auf und tragen dabei das Dach. Achsweiten von 7 m oder lichte Weiten von 4-5 m sind das Limit. Die von unten sichtbare Seite der Architrave, waren oft mit Verzierungen oder Hieroglyphen bedeckt. Als Baumaterial findet Holz oder Stein Verwendung. Als Beispiele sollen die riesige Tempelanlage in Karnak und der schmucklose Taltempel des Chephren in Gizeh dienen. | | | | Bildquelle | © D. Arnold, Lexicon der aegypt. Baukunst, S.28 |
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| | Datensatz | | | | | Beim Richtungswechsel oder Zusammentreffen von drei Architraven über einer Säule wurden interessante Winkelschnitte verwendet. Diese Kontruktion sollte die nach außen wirkende Schubkraft des Daches vermindern helfen. Als Befestigung der Architrave auf dem Säulenabakus dienten hierbei hölzerne Dübel. Dazu wurden Löcher in den Abakus und den Architraven hineingebohrt. Muldenförmige Löcher finden sich z.B. in dem Abakus einer zerbrochenen Palmsäule im Pyramidenkomplex von König Djedkare in Sakkara-Süd. | | | | Bildquelle | © D. Arnold, Lexicon der aegypt. Baukunst, S.28 |
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| | Datensatz | | | | | Klammern aus Holz oder Kupfer dienten als Verbindung zwischen drei Architraven. Wie bei der Dübeltechnik wurde auch hier die Haltbarkeit der aufliegenden Dachkonstruktion erhöht. Die Klammern besaßen eine schwalbenschwanzähnliche Form und verbanden achsial und diagonal drei Architrave miteinander. Vertiefungen für solche Klammern gibt es heute noch im Taltempel des Chephren in Gizeh auf der Oberseite der dort verlegten Granit-Architrave zu bestaunen. | | | | Bildquelle | © D. Arnold, Lexicon der aegypt. Baukunst, S.28 |
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| letztes Update: 09. Februar 2012 |
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