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STATIONäRE WINKELHEBEL BEIM BAU DER CHEOPS-PYRAMIDE (3)

rampen wurden die für den Maschinentransport geeigneten Stufenrampen als innere Rampen fortgesetzt (Tafel 4). Man musste natürlich darauf achten, dass durch diese inneren Rampen die Ausbauten im Innern der Pyramide nicht tangiert wurden. Der Ausbau der inneren Einrichtungen der Pyramide erfolgte sozusagen im Tagebau und wurde mit dem Wachsen der Pyramide kontinuierlich vorgenommen. Vermutlich wurden die inneren Bauten durch eine speziell zu diesem Zweck erstellte Treidlerrampe bedient. Dass die inneren Bauten, wie L. Borchardt vorschlägt erst später, also im Stollenbau vorgenommen wurden, erscheint vom Aufwand und von den technischen Möglichkeiten her, sehr zweifelhaft. Wie diese gewaltigen Gewichte von über 40 Tonnen der Deckenplatten über der Königskammer da hinauf gebracht worden sind, bleibt nach wie vor ein Rätsel. Bestimmt bieten die Winkelhebel auch hierzu keine Lösung, denn sie würden unter diesen Lasten zusammenbrechen, so massiv sie auch gebaut wären. Mit den stationären Winkelhebeln und den erforderlichen ca. 10 Meter breiten Stufenrampen (Tafel 5) konnte nur bis auf eine begrenzte Höhe gebaut werden. Diese Begrenzung dürfte etwa bei 90 Metern liegen und das trifft sich gut, denn nach der Steinlagen-Tabelle von Goyon weist die 118. Schicht eine Höhe von 90.5 cm auf, eine Höhe welche weiter oben nicht mehr annähernd erreicht wurde. Die Ausnahme bildet der 112 cm hohe Block auf der 201. Schicht, auf dem jetzigen Pyramidenstumpf. Könnte dieser Block nicht das "Trainingsobjekt" für das wertvolle Pyramidion gewesen sein? Die 90,5 cm hohe Steinschicht auf
ca. 90 Meter Höhe lässt geradezu einen letzten Kraftakt der Hebemannschaften vermuten, denn weiter ging es mit Sicherheit nichtmehr mit den stationären Winkelhebeln. Für das oberste Stück der Pyramide mussten sich die Baumeister etwas Neues einfallen lassen und das gelang ihnen auch, denn sie stehen ja, die Pyramiden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass im oberen Teil mit quaderförmigen Stufen und an diese angelehnte Stufenrampen gearbeitet wurde. Leichtere, nicht stationäre Winkelhebel wären eine Möglichkeit, die nun doch meist unter einer Tonne liegenden Gewichte auf diesen Stufen hoch zu hebeln. Vielleicht wurden andere Maschinen eingesetzt, die bis heute noch nicht "nacherfunden" worden sind. Bei 90 m sind bereits 92 % des Gesamtvolumens verbaut und es wäre desshalb denkbar, dass eines der vielen eher primitiven, aber zeitraubenden Hebesysteme der zahlreichen "Maschinentheorien" angewendet wurde. Die oberen 50 m der Pyramide müssen deshalb das Thema einer besonderen Studie sein. An dieser Stelle sei noch einmal darauf hingewiesen, dass alle Theorien des Pyramidenbaus nur Vorschläge sein können, wie es die Ägypter hätten machen können. Die übereilten Ansprüche auf absolute Richtigkeit einzelner Autoren sind es, welche die Ägyptologen veranlassen, allen Pyramidernbau-Theoretikern mit großem Misstrauen zu begegnen. Vielfach zu Recht. Tafel 6 zeigt eine kleine Vision des Autors, so wie es hätte sein können. Eine vollständige Dokumentation können Sie im PDF-Format auf der Homepage von Hr. Hoehn herunterladen unter: www.pyramidenbau.ch.
© Alfred Hoehn (CH)
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