Bearbeitung konträr zum neu entdeckten rohbehauenen Verschlußblock stehen, deutet dieser Befund ebenso auf zwei unterschiedliche Bauetappen und damit auf eine innere und eine heute sichtbare, äußere Pyramide hin! Diese Bauwerke müssen m.E. in keinen zeitlichen Zusammenhang stehen! Die "Risse" an dem neu entdeckten rohen Kalksteinblock sind m.E. nach flache Bearbeitungsspuren, entstanden durch Meißel.
In dem neu entdeckten Zwischenraum verläuft, westlich der Kanalmitte, parallel zur westlichen Kanalwand, ein schmaler Schatten auf dem Kanalboden. Es ist schwer zu erkennen, ob es sich um den Schatten der Stethoskopkamera von
"Pyramid Rover" oder um eine Rille bzw. Sägespur ähnlich den Bildern
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12 handelt!
Nördlicher Kanal der Königinnenkammer
Der "Pyramid Rover" hat den nördlichen Kanal der "Königinnenkammer" endlich bezwungen! Hier die wichtigsten Fakten:
- Der Kanal wurde auf eine Länge von 64 m erkundet.
- Der Kanal macht einen Bogen um die Große Galerie, verläuft also nicht geradlinig!
- Am Ende des Gangs befand sich eine weitere Kalksteinplatte
(Bild 14). Die beiden Kupferbeschläge sind noch intakt.
- An der Plattenoberkante ist eine deutliche Trennfuge zu erkennen.
- In der Platte befindet sich links ein gekrümmter Riss.
- Die Kalksteinwände sind auch wie im südlichen Kanal poliert.
"Wir wissen nun, dass die Schächte (Kanäle) nachträglich geplant worden sind, denn der Nordschacht wurde mit mehreren Kurven gebaut, damit er die große Galerie nicht berührt" so kommentierte Zahi Hawass diese sensationelle Entdeckung in der Cheopspyramide.
Eigene Überlegungen:
Verlängert man gedanklich die beiden sichtbaren Flächen der neuentdeckten Kalksteinplatten nach oben, dann müssen diese imaginären Flächen die beiden oberen Kanäle der "Königskammer" schneiden! Die Verlängerung der imaginären nördlichen Plattenfläche nach unten scheidet wiederum den absteigenden Gang. Gibt es architektonische Anzeichen dieses imaginären Schnittpunktes? Nach ca. 16 m sind im Gang Versatzspuren zu erkennen? Die 16 m ist m.E. auch der Abstand der südlichen Platte bis zur Außenwand (einschließlich fehlender Pyramidenverkleidung). Dieser Abstand wird auch für die nördliche Platte angenommen!