Endlich!
Nach gut zehn Jahren Forschungsstillstand ist nun am 17 September 2002 der Zeitpunkt gekommen, wo sich hoffentlich durch den
"Pyramid Rover" ein weiteres Rätsel der Ägyptologie lüften wird. Es geht um die Cheopspyramide in Gizeh bei Kairo - Ägypten. Ein Bauwerk der Superlative. Zurecht wird sie als das Erste Weltwunder bezeichnet. Original war die Pyramide 146,5 m hoch, die Pyramidenbasis betrug 220 m x 220 m, Platz genug um die 5 größten Kirchen der neuzeitlichen Welt aufzunehmen. Schätzungsweise wurden 2,5 Millionen Kalksteinblöcke mit einem Durchschnittsgewicht von 2,5 Tonnen verbaut. Die Kette dieser eindrucksvollen Zahlen ließe sich noch verlängern. Was ist unklar?
In der Fachwelt wird die Baugeschichte bzw. der Bauablauf kontrovers diskutiert. Deutlich wird das vor allem in dem Zuschnitt des Innenraum-Ensembles der Cheopspyramide. Hier eine Kurzbeschreibung:
Es gibt in der Cheopspyramide nach Süden hin zwei Bewegungsrichtungen. Eine führt hinab in den unterirdischen Bereich unter die Pyramidenbasis, die andere hinauf in das Pyramidenmassiv. Am Ende eines hinab führenden Ganges, in ca. 32 m Tiefe, liegt die untere sog. "unfertige Felsenkammer". Der ansteigende Gang endet in der "Großen Galerie". Sie ist gewissermaßen eine "Durchgangskammer". Hier gabelt sich die hinauf führende Bewegungsrichtung. Es ist die Stelle, an der ein horizontaler Gang abzweigt und in der mittleren, der sog. "Königinnenkammer" endet. Am oberen Ende der "Großen Galerie" geht der Weg erneut in die Horizontale über und führt nach dem Durchschreiten einer Fallsteinanlage in die obere die sog. "Königskammer". Die "Königskammer" besitzt durch zwei 20 x 20 cm große Kanäle Verbindung zur Außenwelt. Die "Königinnenkammer" besitzt ebenfalls zwei nach Norden und Süden führende Kanäle, welche jedoch im Pyramidenmassiv blind enden! Zwei Fragen sollen beispielhaft sein, für die unterschiedlichen Vorstellungen der Ägyptologen über den Bauablauf der Cheopspyramide:
Warum blieb die "Felsenkammer" unfertig?
Warum endeten die beiden Kanäle der "Königinnenkammer" blind im Pyramidenmassiv?
Zwei Bauplanänderungen der altägyptischen Architekten sollen nach Überlegungen der Fachleute Grund für die beiden merkwürdigen Baubefunde gewesen sein:
Die Erste Änderung des Bauplans sei eingetreten, nach dem man der mittleren "Königinnenkammer" den Vorzug gegenüber der unteren "Felsenkammer" gab. Dadurch sei diese unfertig bzw. roh geblieben!
Gleiches geschah durch die zweite Bauplanänderung. Jedoch sei jetzt die "Königskammer" als endgültige Grabkammer geplant und ausgeführt worden. Die Funktion der beiden Kanäle der "Königinnenkammer" war somit über-