Neue Fakten?
Vor einigen Jahren las ich das sehr interessante Buch: "Die Cheops Pyramide" von Georges Goyon. Nach fast zwanzig Jahren zählt es heute noch zu den detailliertesten Büchern über den möglichen Bauablauf und die Funktionalität der großen Pyramide in Gizeh. Auf Seite 168 stieß ich damals auf eine sehr interessante Darstellung des originalen Zugangs in der Pyramidennordseite
(Tafel 1). Meine besondere Aufmerksamkeit galt einem Rechteck bestehend aus Strichellinien (Tafel 2, rot markiert), auf dem rechten oberen Dachsparren der Gangentlastungskonstruktion aus Kalksteinblöcken. Durch einen Lesefehler der dazugehörigen Bildlegende meinerseits, war ich damals der festen Überzeugung, dass dieses Quadrat eine Inschrift darstellte, welche wirklich existierte. In allen mir bekannten deutschsprachigen Fachbüchern oder Beiträgen hatte ich vorher keinen einzigen Hinweis auf eine derartige Inschrift an diesem exponierten Ort finden können, so das ich diese quadratische Darstellung vorerst doch als Missverständnis abtat, zumal auch in Goyons Buch selbst keine weitere Beschreibung darüber erfolgte! Erst viel später, bei der 98-iger Fototour zu den ägyptischen Pyramiden, stand also diese ominöse Inschrift trotzdem auf meinem "Plan". Um so überraschter war ich als ich die Stelle auf dem Dachsparren anvisierte und diese Aufnahme schoss
(Tafel 2). Bevor ich jedoch dem Leser die Inschrift in "voller Größe" und Schönheit offeriere, möchte ich noch einige Überlegungen darüber anstellen, welche mir beim Betrachten dieser Inschrift in den Sinn kamen:
Das Sensationelle für mich war, dass es keine weitere Inschrift Delilles, eines Zeitgenossen von Napoleon Bonaparte war, sondern das sie 442 erkennbare Hieroglyphen mit sieben Kartuschen, einem Serech und dem Determinativ für eine Pyramide enthielt! Diese Hieroglyphen - Inschrift müsste m.E. doch die Zugehörigkeit der Pyramide zu Cheops oder umgekehrt klar festlegen, zumal die Kartusche mit dem Namen Chufu auftaucht, aber erst in der 9. Kolumne.
Die Authentizität dieser Inschrift ist kaum anzuzweifeln, da es eine eingemeißelte Hieroglyphen- und keine aufgepinselte Graffiti-Inschrift ist. Daraus folgt, dass sie für Howard Vyse in dieser Qualität nicht zu erstellen gewesen wäre. Damit könnte man Sitchins Theorie einer Fälschung, der in den Entlastungskammern aufgemalten Königs-Kartuschen, durch den bereits erwähnten Pyramidenforscher Howard Vyse endgültig wiederlegen, da die Kartusche mit dem Namen Chufu auch außerhalb der Entlastungskammern auftaucht, oder doch nicht?.
Die Platzfrage ist ein weiteres Rätsel, denn warum wurde die ca. 1 m² große Inschrift gerade an so einem für Betrachter völlig ungeeigneten Platz versteckt angebracht? Der äußere Kalksteinmantel der Pyramidenverkleidung soll erst im arabischen Mittelalter gebrochen worden sein, um Blöcke für die Stadt El-Kahira, dem heutige Kairo, zu verwenden! Daraus folgt, dass die Inschrift wahrscheinlich erst