Nun wird auf die Tangentialrampe eine zickzackförmige Rampe parallel zur Pyramidenseite aufgesetzt. Diese Rampe befindet sich vollständig außerhalb der Verkleidung. Das Hauptgewicht ruht auf der Tangentialrampe und eine Verankerung mit der Pyramide geschieht dadurch, dass man einzelne Verkleidungssteine herausragen lässt und die Verkleidungssteine unter der Rampe unbehauen oder bossiert belässt (vgl.
Tafel 7).
Die Zick-Zackrampe ist hier nur einseitig dargestellt. Es ist aber denkbar, dass sie auf zwei gegenüberliegenden Seiten angewendet wurde. Die unteren Teilstücke der Zick-Zackrampe sind, soweit es die Rampenlänge gestattete, als Treidlerrampen ausgebildet. Weiter oben dann als Stufenrampen für den Transport mittels Hebeln. Auf den einzelnen Schichtenniveaus werden die Steine entweder von Ochsengespannen oder von Mannschaften in der Waagrechten an Ort und Stelle verschoben. In einer Schicht werden zuerst die äußeren Verkleidungssteine verlegt und dann die Füllung eingebracht. Als Gleitunterlage auf den Terrassen werden Palmstämme in Abständen von einer Elle quer zur Ziehrichtung verlegt. Zum Bau der Zick-Zackrampe wird das Material der nun nicht mehr benötigten Rampen verwendet. Durch diese gestaffelte Bauweise kann das Rampenmaterial auf ein Minimum beschränkt werden (vgl.
Tafel 8).
Die Zickzackrampe wächst mit der Verkleidung. Je höher man hinauf kommt, desto schwieriger werden die Platzverhältnisse. Die Stufenrampen können aus physikalischen Gründen eine Steigung von 26° nicht übersteigen und es muss aus Vermessungsgründen möglichst lange vermieden werden, die Pyramidenkanten in die Rampen einzubeziehen. Im obersten Teil lässt sich dies allerdings nicht vermeiden (vgl.
Tafel 9).
Nun fehlen nur noch ca. 35 Meter bis zum Pyramidion. Der Materialverbrauch wird immer geringer, aber die baulichen Schwierigkeiten steigern sich zu wahren Problemen. Es ist anzunehmen, dass die Pyramidenbauer diese Probleme zu meistern verstanden. Über das wie kann nur spekuliert werden. Die Schwierigkeiten bei der Holzbeschaffung in größeren Mengen sind hinlänglich bekannt, so dass wohl aufwendige Holzgerüste nicht in Frage kamen. Außerdem zeigten