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1996 war das Jahr des fahrbaren Roboters "Upuaut II", der am Ende eines Schachtes eine steinerne Abdeckplatte inmitten der Cheopspyramide entdeckte. Zu dieser senationellen Enddeckung erfahren Sie in diesem Beitrag etwas.

s Was verbirgt sich hinter der Kalksteinplatte?

Endlich!

Nach gut zehn Jahren Forschungsstillstand ist nun am 17 September 2002 der Zeitpunkt gekommen, wo sich hoffentlich durch den ein weiteres Rätsel der Ägyptologie lüften wird. Es geht um die Cheopspyramide in Gizeh bei Kairo — Ägypten. Ein Bauwerk der Superlative. Zurecht wird sie als das Erste Weltwunder bezeichnet. Original war die Pyramide 146,5 m hoch, die Pyramidenbasis betrug 220 m x 220 m, Platz genug um die 5 größten Kirchen der neuzeitlichen Welt aufzunehmen. Schätzungsweise wurden 2,5 Millionen Kalksteinblöcke mit einem Durchschnittsgewicht von 2,5 Tonnen verbaut. Die Kette dieser eindrucksvollen Zahlen ließe sich noch verlängern. Was ist unklar?

In der Fachwelt wird die Baugeschichte bzw. der Bauablauf kontrovers diskutiert. Deutlich wird das vor allem in dem Zuschnitt des Innenraum-Ensembles der Cheopspyramide. Hier eine Kurzbeschreibung:

Es gibt in der Cheopspyramide nach Süden hin zwei Bewegungsrichtungen. Eine führt hinab in den unterirdischen Bereich unter die Pyramidenbasis, die andere hinauf in das Pyramidenmassiv. Am Ende eines hinab führenden Ganges, in ca. 32 m Tiefe, liegt die untere sog. „unfertige Felsenkammer”. Der ansteigende Gang endet in der „Großen Galerie”. Sie ist gewissermaßen eine „Durchgangskammer”. Hier gabelt sich die hinauf führende Bewegungsrichtung. Es ist die Stelle, an der ein horizontaler Gang abzweigt und in der mittleren, der sog. „Königinnenkammer” endet. Am oberen Ende der „Großen Galerie” geht der Weg erneut in die Horizontale über und führt nach dem Durchschreiten einer Fallsteinanlage in die obere die sog. „Königskammer”. Die „Königskammer” besitzt durch zwei 20 x 20 cm große Kanäle Verbindung zur Außenwelt. Die „Königinnenkammer” besitzt ebenfalls zwei nach Norden und Süden führende Kanäle, welche jedoch im Pyramidenmassiv blind enden! Zwei Fragen sollen beispielhaft sein, für die unterschiedlichen Vorstellungen der Ägyptologen über den Bauablauf der Cheopspyramide:

  1. Warum blieb die „Felsenkammer” unfertig un unbenutzt?
  2. Warum endeten die beiden Kanäle der „Königinnenkammer” blind im Pyramidenmassiv?

Zwei Bauplanänderungen der altägyptischen Architekten sollen nach Überlegungen der Fachleute Grund für die beiden merkwürdigen Baubefunde gewesen sein:

Zu 1.: Die Erste Änderung des Bauplans sei eingetreten, nach dem man der mittleren „Königinnenkammer” den Vorzug gegenüber der unteren „Felsenkammer” gab. Dadurch sei diese unfertig bzw. roh geblieben! Gleiches geschah durch die zweite Bauplanänderung. Jedoch sei jetzt die „Königskammer” als endgültige Grabkammer geplant und ausgeführt worden. Die Funktion der beiden Kanäle der „Königinnenkammer” war somit

überflüssig geworden und die Bauarbeiten wurden eingestellt.

Zu 2.: Grundsätzlich herrscht völlige Unklarheit über die Funktionen aller vier Schächte! Erklärungsversuche sind:

  • Luft- und Wasserschächte, (…)
  • Numerologie (Zahlenmystik), bei der die Zukunft vorausgesagt bzw. die Vergangenheit abgeleitet werden kann!
  • Sternenschacht, durch den man Sterne beobachten konnte! (2)
  • Seelenschächte, in denen die Seele (das Ba) des toten Königs entweichen und eine Verbindung mit den Göttern, den Unvergänglichen (Zirkumpolarstern bzw. -sternbild) eingehen konnte.

Die ersten beiden o.g. Funktionsvorschläge entbehren jeder wissenschaftlichen Grundlage und sollen deshalb hier nicht näher betrachtet werden! Die Funktionen der beiden letzten Vorschläge bedingen jedoch bestimmte Voraussetzungen:

Würde man die Schächte als Sternenschacht oder besser als „Fernrohr” benutzen, müßten diese an beiden Enden offen sein und geradlinig verlaufen. Das die beiden oberen Schächte — die der „Königskammer” — eine Verbindung zur Außenwelt besaßen, ist eine heutige Feststellung! Doch fehlt heute auch die komplette, glatte Verkleidung der Cheopspyramide, weshalb es fraglich ist, ob diese beiden äußeren Schachtmündungen jemals offen waren! Sollten sie es gewesen sein, dann steht ein Knick im Anfangsbereich eines jeden Schachts (in der Nähe der jeweiligen Kammerwände) einer Sternbetrachtung entgegen. Das untere Schachtpaar scheidet für eine Sternbeobachtung von vorn herein aus, weil sie ursprünglich beidseitig verschlossen waren und ebenfalls im Anfangsbereich einen Knick enthielten.

Braucht die Seele des verstorbenen Königs zum Entweichen eine Öffnung oder nicht? Das ist eine reine Glaubensfrage. Fakt ist, das auch sog. „Scheintüren” in Gräbern und „Scheingebäude” z.B. im Pyramidenkomplex des Djoser in Sakkara eine kultische Funktion besaßen. Wenn also die Seele keine Öffnung für den Aufstieg zum Firmament benötigt, kämen dann beide Schachtpaare in Frage? Die Antwort ist nein! Nur die oberen beiden Schächte würden der Funktion als Seelenschächte gerecht werden! Das untere Schachtpaar müßte ausscheiden, weil die sog. „Königinnenkammer” nicht für eine Bestattung vorgesehen war, sie besaß keinen Sarkophag. Wenn nun ein hölzerner Sarg verwendet worden war? Eine alles entscheidende Frage drängt sich auf: Was brauchte eigentlich ein ägyptischer König als Voraussetzungen für eine Pyramidenbestattung, oder anders herum: Kann die Fachwelt durch eine steinerne „Wanne” in der „Königskammer” auf einen Sarkophag und damit auf eine Bestattung schließen? Die Bestattung war ja wieder Voraussetzung, das die Seele entweichen konnte.

© 2002 Frank Fröse (D)

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